Kanaren Ratgeber

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Urlaub auf Gran Canaria

Eine Reise nach Gran Canaria ist nicht nur für den Strandurlaub das richtige Ziel

Die fast kreisrund Insel Gran Canaria ist die drittgrößte der Kanarischen Inseln und liegt zwischen Teneriffa und Fuerteventura.
Klimatisch und geographisch ist Gran Canaria so vielfältig, dass man die Insel auch  Miniaturkontinent nennt. Gleich 14 verschiedene Klimazonen gibt es hier.
Von den Bergen im Inneren der Insel führen viele Barrancos – Trockentäler – bis an die Küste. Es regnet zwar recht selten hier, aber wenn dann richtig. In diesen Regenzeiten können sich die Barrancos schnell in reißende Sturzbäche verwandeln.

Die Vegetation auf Gran Canaria ist dementsprechend auch recht vielfältig.
Der Norden wurde ursprünglich bestimmt durch dichte Lorbeerwälder. Leider gibt es nur noch einige Reste. Übrig geblieben sind vor allem Kiefernwälder.
Hier in den Wäldern gibt es die Kanaren-Glockenblume, die Nationalblume der Kanarischen Inseln. Die Pflanze treibt wunderschöne, glockenartige Blüten und kann locker bis zu drei Meter hoch klettern.

Im Süden dagegen ist es recht trocken und wüstenähnlich. Hier gibt es dann vor allem Wolfsmilchgewächse, darunter ganz berühmt die Kanaren-Wolfsmilch.
Auf Gran Canaria wachsen auch einige Natternkopfarten, die echten sind eigentlich nur auf Teneriffa zu finden.

Gran Canaria ist eine sehr beliebte Urlaubsinsel und die touristischen Zentren hier sind vor allem im Süden der Insel zu finden.
Übrigens gilt die Insel auch als Urlaubsparadies für Schwule und Lesben, vor allem die Orte Playa de Inglés und Maspalomas.
Weitere Ferienorte im Süden sind  Bahia Feliz, San Agustin, Puerto Rico, Mogán, Puerto de Mogán und Meloneras.

Aber nicht  nur die wundervollen Strände in den Ferienorten sind es, die Gran Canaria interessant machen.
Auf Gran Canaria kann man viel erleben und sehen. Sie können hier hervorragend ausgiebige Wanderungen durch die wundervollen Naturlandschaften machen – und das sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad, Sie können Reiten und natürlich Wassersport jeglicher Art betreiben.

Nachfolgend ein paar der Sehenswürdigkeiten von Gran Canaria.
Da sind z.B. die Dünen von Maspalomas, die sehr sehenswert sind. Maspalomas liegt an der Südspitze der Insel und die Dünen dehnen sich im Südosten des Ortes in einer Länge von sechs Metern und einer Breite von bis zu zwei Kilometern aus. Überwiegend bestehen sie aus zerriebenem Muschel- und Korallenkalk. In diesen Dünen liegt auch das einzige offizielle FKK-Gelände von Gran Canaria.
Rund um den Leuchtturm gibt es die La Charca – eine Oase in der viele Wasservögel ihre Brutplätze haben. Der Leuchtturm heißt übrigens El Faro, ist 68 m hoch und wurde bereits 1889 erbaut.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Palmitos Park, ein Tierpark und Botanischer Garten.
Geschützt in einem Barranco finden Sie ihn rund 10 km nördlich von Maspalomas.
Leider wurden bei einem Brand 2007 große Teile des Parks zerstört, aber schon im August 2008 wurde der Park wieder neu eröffnet.
Hier steht das größte Orchideenhaus der Kanarischen Inseln mit über hundert Orchideenarten, es gibt einen Kaktusgarten mit bis zu vier Metern hohen Pflanzen, ein Schmetterlingsgehege, Greifvogel- und Papageienshows und ein Delfinarium.
Im Palmitos Park kann man ganz entspannt einen ganzen Tag verbringen – und hat immer noch nicht alles gesehen.

In der Gemeinde Bartolomé de Tirajana ist es das Mundo Aborigen, ein archäologisches Freilichtmuseum, welches zu einem Ausflug animiert.
Mitten im Ayagaures-Naturpark und ca. 11 km nördlich von Playa del Inglés finden Sie dieses Museum. Hier erfahren Sie viel über die alten Dorfgemeinschaften der Guanchen, der Ureinwohner der Kanarischen Inseln. Die Szenen mit original gestalteten Häusern, lebensgroßen Figuren und auch lebenden Tieren sind sehr beeindruckend.

Der Mittelpunkt der Insel wird gebildet vom Cruz de Tejeda, dem höchsten Pass von Gran Canaria.
Hier oben gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zusehen – trotzdem ist es ein beliebtes Ziel für Ausflügler. Das liegt zum einen wahrscheinlich an dem sehr liebevoll restaurierten Parador und zum anderen sicher an dem wundervollen Panoramablick.
Ach ja, vor allem an den Wochenenden finden sich hier viele Motorradfahrer ein, frei nach dem Motto sehen und gesehen werden.
Von hier aus können Sie übrigens auch nach Teneriffa und auf den majestätischen Pico del Teide sehen.

Nahe dem Fischerort Puerto de las Nieves gibt es einen sehr bizarre Felsformation vor der Steilküste, die aber leider bei einem Sturm im Jahr 2005 die namensgebende Felsnadel verloren hat.
Der Schriftsteller Domingo Doreste gab diesem Felsen seinerzeit den Namen Dedo de Dios – der Finger Gottes. Für ihn sah der 30 m hohe Felsen aus wie eine Hand mit mahnend erhobenem Zeigefinger. Leider ist es genau der Finger, der bei dem Sturm abbrach. Trotzdem ist es immer noch ein Wahrzeichen von Gran Canaria.

Ein Muss für alle Gran Canaria Besucher ist ein Ausflug in das Gemeindegebiet von Santa Maria de Guia.
Hier auf dem Montana del Gallego liegt der spektakulärste archäologische Fund der Insel – die Höhlenanlage Cenobio de Valerón. Es handelt sich um rund 300 Höhlen, die als Kornspeicher und Vorratskammern dienten . Seit 2007 ist diese Anlage – nach einer recht aufwendigen Restaurierung – wieder für Besucher geöffnet.

Es gibt noch viel mehr zu sehen, unter anderem der Botanische Garten Jardin Botánico Canario Viera y Clavijo in Tafira Alta, der Kakteenpark Cactualdea bei San Nicolás de Tolentino, der 80 m hohe Monolith Roque Nublo, die typisch kanarische Architektur in Teror, San Bartolomé und Fataga im Inselinneren und natürlich die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria.

Sie sehen schon, Gran Canaria hat einiges zu bieten und ein Urlaub hier lohnt sich immer wieder.
Und als passende Urlaubsadresse bieten sich viele erstklassige Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäuser an.